Hauptsache Frei gibt es seit 2015. Mit geballter Energie fällt die Freie Szene Hamburgs jeweils im April kurz aber heftig in inzwischen fünf Spielstätten ein, macht sich geheimnisvolle Orte zu eigen und beweist, dass fern der renommierten Häuser künstlerische, ästhetische und inhaltliche Alternativen gelebt werden, die gesellschaftspolitische Diskurse und visionäre Kontroversen über das Schaffen im Bereich der Darstellenden Künste befeuern:

Frei von Genregrenzen und Spartendenken vereinen sich die Disziplinen und eröffnen ungeahnte Horizonte.

Frei von institutionellen Zwängen, oftmals in Abgrenzung zu verbreiteten Hierarchie-, Markt- und Marketingstrukturen entstehen Arbeitskonzepte, die verschiedenartige künstlerische Interessen zusammenführen.

Frei von inhaltlichen Einschränkungen und thematischen Spielplanzwängen werden brennende Fragen am Puls der Zeit behandelt und zur Diskussion gestellt.

Hauptsache Frei wurde von Anne Schneider (Künstlerische Leitung) und Sarah Theilacker (Organisatorische Leitung) konzipiert und von 2015-2017 geleitet. Seit der vierten Festivalausgabe bilden Julian Kamphausen und Susanne Schuster das Leitungsteam von Hauptsache Frei.

Träger

Getragen wird Hauptsache Frei vom Bündnis für Festivals der freien Tanz- und Theaterschaffenden Hamburgs e.V. Dieses besteht aus Institutionen der Freien Szene und sichert deren Interessen. Gründungsmitglieder sind der Arbeitskreis Hamburger Puppen- und Figurentheater, der Dachverband Freier Theaterschaffender Hamburg, der Kitsz e.V., das Lichthof Theater, das Monsun Theater,  das Sprechwerk sowie der Verband für aktuelle Musik.

Förderung

Gefördert wird Hauptsache Frei von der Kulturbehörde Hamburg im Rahmen der dreijährigen Festivalförderung. Weitere Förderer sind die Hamburgische Kulturstiftung, die Rudolf Augstein Stiftung, die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. und die Rusch-Stiftung.

Konditionen

Hauptsache Frei – Festival der Darstellenden Künste Hamburgs wird von der Behörde für Kultur und Medien Hamburg mit jährlich EUR 60.000 grundfinanziert. Auf dieser Basis haben wir folgende Konditionen für die teilnehmenden Produktionen festgelegt:

Hauptsache Frei kommt nach Absprache für Anfahrts-, Unterkunfts-, Transport- und Produktionskosten auf. Am Festivaltag werdet ihr von uns verpflegt und im Vorfeld können wir euch nach Absprache Proberäume kostenlos zur Verfügung stellen. Darüber hinaus leisten wir ein pauschales Probenhonorar von EUR 300.- brutto und ein pauschales Aufführungshonorar von EUR 300.- brutto pro Darsteller*in / Tänzer*in / Performer*in plus ein weiteres Produktionsmitglied.

Mit den teilnehmenden Produktionen werden Gastspielverträge geschlossen.

Wettbewerb und Preise

Zwölf Wettbewerbsproduktionen warten auf unser Publikum und sind im Rennen um einen der drei, jeweils mit EUR 1.500,- dotierten Preise. Bei der Findung der zwölf Wettbewerbsproduktionen stand uns die Auswahljury zur Seite und sprach nach Sichtung von gut 75 Bewerbungen ihre Empfehlungen aus. Vielen Dank an Annette Stiekele (freie Journalistin, u.a. Hamburger Abendblatt), Veronique Langlott (Jurypreis-Gewinnerin 2017), Haiko Pfost (Künstlerischer Leiter des Impulse-Festivals) und Barbara Schmidt-Rohr (Vorstand Dachverband freie darstellende Künste Hamburg) für die gewissenhafte und engagierte Arbeit.

Der Jurypreis: Die Festivaljury, für die wir dieses Jahr Wilma Renfordt (Impulse Festival), Falk Schreiber (Kulturjournalist) und Kira Kirsch (brut Wien) gewinnen konnten, vergibt den Jurypreis, der neben der Preisprämie die Hilfe bei der Gastspielortsuche in Berlin durch das Festivalteam beinhaltet. Wir danken an dieser Stelle der RUSCH-Stiftung, die ein mögliches Gastspiel finanziell unterstützen wird.

Der Publikumspreis: Eine ganz besondere Ehre für Künstler*innen ist es, den Publikumspreis in Höhe von EUR 1500.- brutto zu gewinnen. Daher, liebes Publikum, nutzt die Chance und gebt nach jeder Vorstellung euer Voting ab!

Das Mentoringprogramm: Die Festivaljury wählt außerdem in Rücksprache mit dem Festivalteam zwei Produktionen aus, die in den zwei Folgejahren am Mentoring-Programm des Festivals teilnehmen können. Dies beinhaltet die Begleitung durch eine*n erfahrene*n Mentor*in und die Teilnahme an speziellen Workshops.