Samstag, 04. April | 17:00 Uhr | Tanzperformance | findet online als Produktionsgespräch statt | Aus gegebenem Anlass bitten wir ab sofort um eine kurze formlose Anmeldung via Mail an produktion@hauptsachefrei.de, wenn ihr am Zoom teilnehmen möchtet. Wir schicken euch den Tageslink dann jeweils zu und lassen euch ein. Alternativ könnt ihr stets dem Live-Stream auf YouTube folgen.

Konzept und Choreographie Su Jin Kim Tanzperformance Eyal Bromberg, Su Jin Kim Dramaturgie Ines Dyszy Bühne Anthoula Bourna Kostüm Hee Jin Kwon Videodesign Jacob Brosda

„Wianbu“ (engl.: comfort women / dt.: Trostfrauen) ist das koreanische Wort für die Frauen, die in den Jahren von 1930 – 1945 in sogenannten Comfort Stations zu sexuellen Diensten für Mitglieder des Japanischen Militärs gezwungen wurden. Durch falsche Versprechungen angeworben, lebten sie in diesen staatlich organisierten Bordellen unter entwürdigenden Bedingungen. Nach der Kapitulation der japanischen Streitkräfte 1945 wurden viele Trostfrauen ermordet, um die Existenz einer vom Staat durchstrukturierten Zwangsprostitution zu verschleiern. Die Überlebenden lebten lange Zeit von der eigenen Gesellschaft geächtet, voller Scham, ohne Aussicht darauf jemals wieder zu ihrer Familie zurückkehren, ein normales Leben führen zu können.

MEIN BILD VON DIR versteht sich als Beitrag, die Geschichte der „Wianbu“ nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Die zwei Performer*innen, die aufgrund der zeitlichen und kulturellen Distanz frühere Geschehnisse nicht unmittelbar erlebten, versuchen ihre medial vermittelten Erlebnisse der Geschichte der damaligen Trostfrauen in tänzerischer Form weiterzugeben und die Historie durch ihre Körper gegenwärtig zu halten. Gefördert von der Behörde für Kultur und Medien Hamburg, der Hamburgischen Kulturstiftung und koproduziert von Kampnagel, K3 | Tanzplan Hamburg

Su Jin Kim arbeitet als Choreografin, Performerin und Tanzvermittlerin. Sie studierte Ballett und modernen Tanz in Seoul sowie zeitgenössischen Tanz an der Salzburg Experimental Academy of Dance (SEAD). 2016 schloss sie den MA Performance Studies an der Universität Hamburg ab. Ihr Interesse gilt der Forschung, durch die Beobachtung im Rahmen des kulturellen Kontexts neue Bewegungen zu schaffen.

SCHAUFENSTER

Regina Rossi setzt das tabuisierte Wort „Vulva“ und ihre mit der Scham verbundenen Erfahrungen szenisch und ästhetisch auf der Bühne um und vermittelt das Empowerment des Biologisch-Weiblichen humorvoll und kraftvoll.