Wettbewerb | 17:30 – 18:20 | Bühnenessay
Regie, Redaktion, Musik Julian Gerhard Dramaturgie, Redaktion Alexander Kirchner Szenografie Wiebke Strombeck Abendspielleitung Anna Sellmann

„Als das Fuhrwerk zurückkam, war es voll Blut. Wer“
Letzter Tagebucheintrag von Dawid Rubinowicz am 1. Juni 1942

Federkinder nimmt Tagebücher von verfolgten Kindern und Jugendlichen aus dem Zweiten Weltkrieg zum Ausgangspunkt einer künstlerischen Recherche: Welche Erzählungen lassen sich aus den Fragmenten bergen? Wie viele Tagebücher liegen noch heute eingekeilt zwischen Treppenstufen, hinter Heizungsrohren und Dachziegeln verborgen? Welche Leben und Gedanken sind ohne Ort der Erinnerung? Von welchen Botschaften, die hinterlassen wurden, wissen wir nichts? Federkinder ist szenischer Essay und dokumentarisches Live-Feature. Es sucht nach lebendigen Formen des Erinnerns und erinnert dabei an die Ungewissheit jeder Zukunft.

Gefördert von der Rudolf Augstein Stiftung, der Hamburgischen Kulturstiftung, der Behörde für Kultur und Medien Hamburg, dem Fonds Darstellende Künste, dem Bezirksamt Hamburg-Mitte und dem Fleetstreet Theater.

Tickets gibt’s hier!

Julian Gerhard widmet sich in Bühnenessays, Installationen und Features vorwiegend Themen von akuter gesellschaftlicher Relevanz. Zu Beginn jeder Arbeit steht ein intensiver redaktioneller Prozess. 2017 forschte Gerhard mit Unterstützung des ecce zu One-on-One Performances – ein Videopodcast hierzu wurde auf devising-theatre.com/oneonone veröffentlicht.