in der HAUPTSACHE ONLINE MEDIATHEK

Die Qualität der Freien Szene Hamburgs rührt aus ihrer Vielfalt in Genres, Themen,
Orten und vor allem der Heterogenität ihrer Akteur*innen. Zur Gewährleistung dieser
Vielfalt, bleibt die aktive und diskriminierungskritische Überprüfung von Machtverhältnissen und Ressourcenverteilung innerhalb der Arbeitsstrukturen notwendig. Dies betrifft nicht nur die Analyse von Förderinstrumenten, sondern auch von Teamstrukturen, Besetzungspolitiken und nicht zuletzt der öffentlichen Wahrnehmung von (post-)migrantischen künstlerischen Positionen.

Dan Thy Nguyen kuratiert mit seinem Team der Produktionsfirma „Studio Marshmallow” die Neuauflage des ehemaligen „eigenarten”-Festivals. Dessen Umbenennung in „Fluctoplasma – 96h Kunst, Diskurs und Diversität” macht den starken Fokus auf Vielfalt in der Kunst- und Kulturszene Hamburgs deutlich.

Mable Preach hat mit dem Lukulule e.V. und dem Festival für urbane Jugendkultur „formation**NOW“ Räume geschaffen, in denen junge BIPOC-Künstler*innen ihre Narrative selbst in die Hand nehmen und in Leitungspositionen arbeiten können.

Laura-Helen Rüge initiierte mit INTRO ein Stipendienprogramm der Behörde für Kultur und Medien Hamburg, das geflüchteten Künstler*innen in Hamburg einen Zugang zu etablierten Häusern und eine Vernetzung mit der Szene ermöglicht.

Mahmut Canbay ist Intendant des MUT! Theaters und konzentriert sich in seiner Arbeit auf ein gesellschaftskritisches, häufig mehrsprachiges Programm. Unter seiner Leitung findet 2020 das dritte Theaterbrücken-Festival statt, das mittels Kunst und kultureller Bildung interkulturelle Begegnungen herstellt.