Das Festival

Hauptsache Frei gibt es seit 2015. Mit geballter Energie fällt die Freie Szene Hamburgs jeweils im April kurz aber heftig in vier Spielstätten ein, macht sich geheimnisvolle Orte zu eigen und beweist, dass fern der renommierten Häuser künstlerische, ästhetische und inhaltliche Alternativen gelebt werden, die gesellschaftspolitische Diskurse und visionäre Kontroversen über das Schaffen im Bereich der Darstellenden Künste befeuern:

Frei von Genregrenzen und Spartendenken vereinen sich die Disziplinen und eröffnen ungeahnte Horizonte.

Frei von institutionellen Zwängen, oftmals in Abgrenzung zu verbreiteten Hierarchie-, Markt- und Marketingstrukturen entstehen Arbeitskonzepte, die verschiedenartige künstlerische Interessen zusammenführen.

Frei von inhaltlichen Einschränkungen und thematischen Spielplanzwängen werden brennende Fragen am Puls der Zeit behandelt und zur Diskussion gestellt.

Träger

Getragen wird Hauptsache Frei vom Bündnis für Festivals der freien Tanz- und Theaterschaffenden Hamburgs e.V.. Dieses besteht aus Institutionen der Freien Szene und sichert deren Interessen. Gründungsmitglieder sind der Arbeitskreis Hamburger Puppen- und Figurentheater, der Dachverband Freier Theaterschaffender Hamburg, der Kitsz e.V., das Lichthof Theater, das Monsun Theater,  das Sprechwerk sowie der Verband für aktuelle Musik.

Förderung

Gefördert wird Hauptsache Frei von der Kulturbehörde Hamburg im Rahmen der dreijährigen Festivalförderung. Weitere Förderer sind die Hamburgische Kulturstiftung, die Rudolf Augstein Stiftung, die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. und die Rusch-Stiftung.

Konditionen

Hauptsache Frei – Festival der Darstellenden Künste Hamburgs wird von der Kulturbehörde Hamburg mit jährlich EUR 60.000 grundfinanziert. Auf dieser Basis haben wir folgende Konditionen für die teilnehmenden Produktionen festgelegt:

Hauptsache Frei kommt nach Absprache für Anfahrts-, Unterkunfts-, Transport- und Produktionskosten auf. Am Festivaltag werdet ihr von uns verpflegt und im Vorfeld können wir euch nach Absprache Proberäume kostenlos zur Verfügung stellen. Darüber hinaus leisten wir eine pauschale Festivalgage von EUR 275.- brutto pro Darsteller_in / Tänzer_in / Performer_in plus ein weiteres Produktionsmitglied.

Mit den teilnehmenden Produktionen werden Gastspielverträge geschlossen.

Wettbewerb und Preise

Elf Wettbewerbsproduktionen warten auf unser Publikum und sind im Rennen um einen der drei, jeweils mit EUR 1.500,- dotierten Preise. Bei der Findung der elf Wettbewerbsproduktionen stand uns die Programmjury zur Seite und sprach nach Sichtung von gut 60 Bewerbungen ihre Empfehlungen aus. Vielen Dank an Holger Bergmann (Fonds Darstellende Künste), Peter Helling (NDR 90,3 Abendjournal, freier Journalist und Dramaturg), Kristina Brons (Jurypreisgewinnerin 2016) und Anna Schildt (Vorsitzende des Trägervereins von Hauptsache Frei) für die gewissenhafte und engagierte Arbeit.

Der Jurypreis: Die Festivaljury, für die wir Felizitas Stilleke (Impulse Festival), Christoph Rech (FFT, Düsseldorf) und Bettina Sluzalek (Radialsystem, Berlin) gewinnen konnten, vergibt den Jurypreis, der neben der Preisprämie die Hilfe bei der Gastspielortsuche in Berlin durch das Festivalteam beinhaltet. Wir danken an dieser Stelle der RUSCH-Stiftung, die ein mögliches Gastspiel finanziell unterstützen wird.

Der Nachwuchspreis: Die Festivaljury bestimmt auch die Preisträger_innen des Nachwuchspreises, der von der Hamburgischen Kulturstiftung ausgelobt wird. Die Nachwuchspreisträger_innen können im Folgejahr des Festivals Ratschläge und Hilfestellung bei Antragstellung und Spielortsuche durch Festivalteam und Trägerverein beanspruchen.

Der Publikumspreis: Eine ganz besondere Ehre für Künstler_innen ist es, den Publikumspreis zu gewinnen. Daher, liebes Publikum, nutzt die Chance und gebt nach jeder Vorstellung euer Voting ab!

Kooperationspartner

freieDK_logo-KLEIN_RATTE_4cDer Bundesverband Freie Darstellende Künste (BFDK) ist der Dachverband der Landesverbände der Freien Darstellenden Künste in Deutschland. Er vertritt auf Bundesebene die Interessen der deutschlandweit insgesamt rund 1.300 Mitglieder aus dem frei produzierenden Tanz- und Theaterszene. Dazu berät er die deutsche Kultur- und Sozialpolitik zu allen die Freien Darstellenden Künste betreffenden Fragen.

Die Hamburg Kreativ Gesellschaft ist eine städtische Einrichtung zur Förderung der Kreativwirtschaft in der Hansestadt. Vertreter_innen der Hamburg Kreativ Gesellschaft stellen ihr Wissen im Festivalrahmen bei verschiedenen Programmformaten zur Verfügung.

Logo-haus3-4c-ohne_txtHausDrei ist ein Stadtteilzentrum in Altona und will als solches das gesellschaftliche Miteinander im Quartier über soziale und kulturelle Unterschiede hinweg tolerant, friedlich und nachbarschaftlich mitgestalten. HausDrei ist außerdem Initiator, Mitorganisator und Austragungsort verschiedener Großveranstaltungen, wie dem Internationalen Festival der Straßenkünste STAMP, dem Hamburger Comedy Pokal oder dem Hamburger Mädchenspektakel.

laft_logo_large_2012-12-landscape-pinkLAFT Berlin Um die Vernetzung der Hamburger Szene weiter voranzutreiben und um bereits stattgefundene Diskussionen und erarbeitete Ergebnisse nutzbar zu machen, hat das Festivalteam eng mit dem LAFT – Landesverband freie darstellende Künste Berlin zusammen gearbeitet.

TheaterKlabauterDas Theater Klabauter ist eines der ältesten deutschen Theater, in dem Menschen mit Behinderung als professionelle Schauspieler_innen arbeiten. Gespielt wird nach klassischen Vorlagen, Dramen, Romanen und Märchen, meist unter eigener Regie-Leitung.

 

WE PRESENT: junge Hamburger Performance. WE PRESENT ist eine von Anja Kerschkewicz und Patricia Carolin Mai kuratierte Nachwuchsplattform für junge Hamburger Performancekünstler_innen und experimentelle Musiker_innen, die regelmäßig alle drei Monate im Lichthof Theater stattfindet. Hier werden Performance-Kleinode zu einem Abendprogramm gebündelt und einer breiteren Öffentlichkeit als künstlerische Visitenkarten präsentiert. 2016 wurden u.a. Arbeiten von Kecinski, Marsan, Scharm, Schröder/Statkus, begleitet mit Musik von plastiq und niedervolthoudini, gezeigt.