Dienstag, 31. März | 20:00 Uhr | Tanzperformance

>> findet live als Produktionsgespräch online statt

Konzept, Choreografie und künstlerische Leitung Yolanda Morales Tanz Damini Gairola, Ton Bogataj, Yolanda Morales Komposition und Live-Musik Christopher Ramm Stimme Thordis M. Meyer Dramaturgische Beratung Michelle Affolter, Barbara Schmidt-Rohr Kostüme Simone Ballüer Videodokumentation und Fotografie Daniel Dömölky Mentoring Ursina Tossi

In einer Welt, in der Gewalt systematisiert und normalisiert wird, absolvieren drei Frauen* in einem Setting der Resistenz und Selbstverteidigung ein Überlebenstraining. Wie in einem Videospiel nehmen die drei Tänzer*innen Charakterzüge fiktiver Figuren an und entwickeln Bewegungen, die Algorithmen rhythmischer Wiederholungen und energetischer Variationen gehorchen. Inspiriert vom Roman „2666“ des chilenischen Schriftstellers Roberto Bolaño, der Gewalt gegen Frauen* in Mexiko thematisiert und von der Ästhetik der Arcade Videospiele, ist die Tanzproduktion der Choreografin Yolanda Morales ein Spiel ums Überleben in 2,666 Sekunden. Begleitet von pulsierender elektronischer Musik, getrieben von einer das System repräsentierenden Live-Stimme und von Effekten verzerrten Live-Vocals, entwickeln die Performer*innen spezifische Fähigkeiten der Kontrolle und des Reagierens in einem System, das schwer zu verlassen ist.

Eine Koproduktion von K3 Zentrum für Choreographie I Tanzplan Hamburg im Rahmen von Limited Edition. Gefördert durch die Behörde für Kultur und Medien Hamburg und die Hamburgische Kulturstiftung.

Yolanda Morales ist Tänzerin und Choreografin. An der Universität Puebla und Chiapas in Mexiko wurde sie zur Tänzerin ausgebildet. Sie studierte Performance Studies (MA) an der Universität Hamburg und DaF an der Universität Leipzig. Ihre Arbeiten beschäftigen sich mit politischen Themen in utopischen und dystopischen Räumen.

SCHAUFENSTER

Thordis M. Meyer spielt ein bittersüßes Spiel zwischen technoidem Pop-Drama und zart zischelnden Zwischentönen. Eigene Performances und Konzerte legen (auto-)biografische Fährten und verbiegen Gender und Genre. Queer-feministischer Vokuhila-Kulminationspunkt: Thordis‘ One-Person-Band TYMMEY.